Also ich versuch's mal mit der Erklärung. Dabei setze ich voraus, dass die prinzipielle Funktion des 'automatischen' Getriebes (CVT, Riemenvariomatik) bekannt ist, falls nicht, gibbet ja viele diesbezügliche links im wwweiten Netz, angefangen bei wikipedia
In der Variomatik unserer 125er Retros sind, so hab' ich gelesen, wohl meist 13.5g Gewichte verbaut, das ist
relativ schwer, sag' jetzt mal so... Daher bleibt die Variomatik beim Anfahren auch eher im niederen Drehzahlbereich, sie schaltet also recht schnell 'hoch', wenn man so sagen darf, bleibt somit auch eher im Bereich des maximalen Drehmomentes denn der maximalen Leistung, was ja durchaus auch ok ist fürs Flachland und erstmal überhaupt auch theoretisch ganz richtig so!
In den Alpen (bei den relativ kurzen Steigungen der Mittelgebirge isses wohl eher Wurscht) befleissigt man sich aber doch traditionell

eines etwas anderen Fahrstils: Man schleicht nicht in niederen Drehzahlen unter Vollgas die Berge hoch sondern nimmt eher mittlere oder etwas höhere Drehzahlen und dafür weniger Gas (Last), um auf den Pass zu gelangen. (Durchaus in gleichem Tempo!) Halbe bis dreiviertel Gasstellung oder so in etwa wird angepeilt...
Dieser Halbgas-höhere-Drehzahl-Fahrstil hat nix mit der Reisegeschwindigkeit zu tun (die erzielbare Geschwindigkeit wäre vielleicht in beiden Betriebsfällen in etwa gleich), sondern der wenig-Drehzahl-Vollgas-Fahrstil führt eher zur raschen Überhitzung des Motors mit evtll. Kolbenklemmer und anderen Unschönheiten.
Gründe sind vielfältig: Weniger Ölpumpendruck/Umwälzvolumen mit resultierenden Schmier-Kühlproblemen, geringerer Kühlluftstrom vom Lüfterrad wg. niedrigerer Drehzahl, Probleme wie "Klingeln" des Motors bei wenig Drehzahl und hoher Last mal noch nicht berücksichtigt...
( Anekdote: Auf diese Art hatte ich dunnemals zu Beginn einer Alpenreise mit meinem vollgepackten Zweigang-Automatik Garelli Duoped (2-Takter) bereits in Vaduz beide Kolbenringe durch Spül- und Auslassschlitze wandernd verloren

; (was ich aber erst wieder zuhause feststellen konnte), naja, der Rest der Reise (Julier, Tessin) war dann dementsprechend prickelnd

)
Leichtere Gewichte (10g vielleicht, oder auch 8g oder 11, das ist ja so meine Frage?) in der Vario ändern nun das, ich sage mal 'Schaltverhalten' der Automatik: Bei leichteren Gewichten würde diese erst bei relativ höheren Drehzahlen 'hochschalten'.
Also so, wie oben beschrieben gewünscht!
Hoffe, jetzt ist klar geworden, um was es mir geht?
Zusammengefasst: Die "Leistung" (kW) unserer Roller lässt sich mit Variogewichten sicherlich nicht verändern, wohl aber das "Schaltverhalten" der Automatik. Ob sie rasch oder weniger rasch 'hochschaltet', sozusagen. Eine Frage, die für ausgedehnte Gebirgstouren m.E. durchaus relevant (im Sinne von ankommen oder mit Motorschaden liegenbleiben) sein kann?
P.S.: Hätten die Retros ein Schaltgetriebe, dann gäbe es dieses Problem mit den Gewichten nicht. Haben Sie aber nicht, leider!